Lange bevor andere Wichtel in den Wald einzogen, lebte dort schon Fips. Er war klein, flink und neugierig – und niemand kannte die geheimen Wege und Verstecke so gut wie er.
Fips liebte es, mit den Vögeln zu pfeifen, den Bächen zuzuhören und die Wurzeln der alten Eichen zu ertasten. Doch manchmal war es auch still und einsam. Dann schnitzte er kleine Holzfiguren und stellte sie zwischen die Bäume, damit er Gesellschaft hatte.
Eines Abends, als die Sonne unterging und der Wald in goldenes Licht getaucht war, wünschte sich Fips von Herzen: „Ach, könnte ich doch Freunde haben, die diesen Wald mit mir teilen.“
Und kaum war der Wunsch gesprochen, schimmerte ein Regenbogen zwischen den Wolken – und bald darauf tauchte Ronja Regenbogen auf. Später folgte Balduin der Bastelwicht, und nach und nach kamen noch viele andere.
So wurde Fips nicht nur der erste Wichtel im Wald, sondern auch derjenige, der die große Familie der Wichtel ins Leben rief. Und bis heute sagen alle:
„Ohne Fips gäbe es unser Wichteldorf nicht.“